Digitalisierung von 99 Arbeiten Paul Klees in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen hat in Zusammenarbeit mit der RECOM ART CARE KG Anfang März 2011 als eines der ersten Museen in Deutschland einen kompletten Werkzyklus der Sammlung hochauflösend digitalisiert. Darüber hinaus wurden im Rahmen des Projekts Nutzungskonzepte erstellt, wie digitale Bilder zukünftig im Museum über alle Abteilungen hinweg effizient gespeichert und genutzt werden können.

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen öffnet sich mit diesem Projekt neuen Prozessen und Technologien und rüstet sich, vor dem Hintergrund einer immer stärker digital geprägten Welt, für die vielfältigen Anforderungen von Museen in der Zukunft.  

Als Ergebnis stehen hochauflösende Digitalisate von Kunstwerken in bisher nicht bekannter Qualität, die in den verschiedensten Bereichen der täglichen Museumsarbeit ihre Anwendung finden. „Do it once but do it right“ ist der Grundsatz, dem sich RECOM verpflichtet fühlt. Die digitalen Daten der Kunstwerke werden einmalig im Direkt-Scan-Verfahren erfasst und können in den verschiedensten Bereichen des Museumsbetriebs effizient eingesetzt werden. Beispielsweise dienen sie den Restauratoren als objektiver Zustandsbericht oder als Werkzeug zur digitalen Schadenskartierung. Für den Leihverkehr zwischen den Museen kann mittels der exakten, und auf Wunsch auch fälschungssicheren, digitalen Abbildungen der Zustand eines Kunstwerks exakt dokumentiert werden. Die Qualität der Daten zur Archivierung der Kunstwerke erhöht sich immens und auch die Katalogproduktion profitiert. Sowohl die Abbildungsqualität als auch die Farbverbindlichkeit kann mittels der hochauflösenden und farbabgestimmten Digitalisate erheblich gesteigert werden. Selbstverständlich dienen die Daten auch zur Sammlungspräsentation in den verschiedensten webbasierten Medien, die für Museen heute eine immer wichtigere Rolle spielen.

Aus konservatorischer Sicht ist das Verfahren unbedenklich. Die Kunstwerke nehmen beim berührungsfreien Scannen keinen Schaden und die Lichtbelastung liegt laut Gutachten weit unter dem für Museen zulässigen Richtwert.

Die Zusammenarbeit zwischen der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und RECOM ART CARE wird Standards für den Umgang mit digitalen Bildern im Museumsbetrieb schaffen.